Satans Feind
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Wer bist Du und
Was gehört zu Deiner Bildung?
Welche Kraft hast Du,
die gegen meine steht?
Was soll dieses Spiel der Verführung?
Glaubst du ernsthaft
Ich entsage mich dem Wahren?
Auch wenn Du mir Tränen des Zornes
in die Seele treibst:
Du bist nicht genügend ausgebildet!
Dein Wissen reicht bei weitem nicht
mich zu entkräften.
Wenn du vor mir stehst, meinen gehetzten
Atemzügen lauscht:
So sehe ich Deine roten Augen, deine
toten Augen. Sie haben nichts, was mich trägt.
Sie haben kein Lächeln,
das mich bewegt.
Sie lauern nur, zwar mächtig,
doch Deine Statur: zu schmächtig!
Quäle mich ruhig, mach mich doch wild,
in mir trage ich ein Bild,
selbst entworfen, geschmückt mit Hoffnung,
verziert mit Dankbarkeit.
Niemals wirst Du das haben,
was ich mir erwarb:
Ein Reich der Sinne und der guten Mächte.
Du kannst in Deiner Höhle verrotten,
Dir jene suchen, die Dich mögen,
jene verführen, die Dich nicht kennen.
Über meine Schwelle setzt Du keinen Fuß!
Mögest Du versiegen in Verdruss!
Komm nicht in meine Nähe,
da lebt die Liebe, sie passt nicht in Deinen Plan.
Bedenke das, Du spärliches Nichts,
Du Führer der Hölle!
Gott hat seinen Platz neben mir,
Du wirst ihn nicht zu Falle bringen.
Er kämpft nicht, er lächelt gegen Dich.
Nun geh, meinetwegen kannst Du mich streifen,
Du lässt ja nie locker…
Doch wage nicht meine Seele zu berühren,
sie wird dich enthaupten!
Dich verglühen lassen wie einen Stern,
der keinen Himmelsschein trägt.
Zu Staub wirst Du zerfallen,
es ist mein und Gottes Gefallen!

(27.12.2009)
Kinder der Welt
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Die einen erleben das große Glück und schwimmen im Geld,
die anderen trauern und waten und schlafen im Dreck,
vielerorts in unserer Welt und träumen sich hinweg.

Die einen verbiegen, verlügen, verbergen ihren Schmerz,
die anderen klagen sich fort
von Wahrheit und Tugend,
nur auf krankhafter Suche nach ihrer Jugend.

Was jenen bleibt, den falschen Klägern,
die da nur sitzen,
sind Millionen kleine Jammerpfützen.
Arm im Herzen, so hocken sie,
groß in Worten, so stocken sie.
Fließt ihr Augenwasser weit ins Tal,
keinen kümmerts:
Hypochonderqual!!

Doch was jenen bleibt,
die wahrhaftige Qualen kennen,
sind jene, die nie einen anderen
der Schuld benennen.

Kleine Kinder nehmen tapfer Gottes Taten,
sind diese auch hart; sie können warten.
Keine Waise auf der Erde,
in Chile oder Afrika, noch hier oder dort,
findet nicht irgendwann diesen Ort,
an dem eine Blume an Farbe gewinnt,
wo es nicht gibt ein ähnlich Kind, genauso allein.
Sie tun sich zusammen, kratzen und klopfen in Stein
die mageren Worte: eine Mutter wird kommen
Und bleicht unsere Pein!
Ist sie auch neu und vielleicht dick,
nur sie schenkt uns gütigen Blick!
Fürs erste reichts aus,
wir wollen hier nur raus,
kein Auge zurück, nur nach vorn,
raus aus der Leere,
dem Hunger, dem Chaos entflohn, so steigt sie,
unsere neue Mutter auf den Thron.
Der nur uns gehört,
wir nennen ihn Hoffnung, den Lohn der Welt.
Kinder, was kann ich euch schenken,
was für euch tun?
Versprechen, dass die guten Geister nicht ruh`n!
In Tränen denk ich an euer Leiden,
mögen meine Hände euch erreichen!
Und mögen Menschen geschüttelt,
die grundlos und affig
ertrinken in eigenen Jammerpfützen!

Ich blicke da nicht hin,
denn wohlwissend
macht nur eines Sinn:
Das Schicksal der Erde zu erleichtern,
um im Kleinen den Nächsten
mit Nähe zu bereichern!

Das ist der einzige Wunsch,
jener mit Hoffnung geführt,
damit die Kinder der Welt
zu Großem gekürt.


05.03.2010 (für Luca)
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